lebendige Kommunikation


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Wege zum sozialen Wandel

Gefaengnisprojekt

Konflikte in Geschenke verwandeln
Gesprächskreise für Einfühlende Gerechtigkeit (restorative circles) sind wirksam in Verbindung mit Gewaltfreier Kommunikation

Unser gegenwärtiges Rechtssystem setzt im Umgang mit Gesetzesverstößen in der Regel auf die Wirksamkeit von Strafen. Auch außergerichtlich reagieren wir häufig bei Verhaltensweisen, die gegen einen gesellschaftlich normierten Verhaltenskodex verstoßen, mit subtileren Formen von Abwehr reagiert. Nichtkonforme Handlungen entstehen in einem gesellschaftlichen Zusammenhang und deuten auf Unausgewogenheiten und unbefriedigte Bedürfnisse in dem Umfeld hin, in dem sie entstanden sind. Wo Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum nicht befriedigt werden und keine neuen Strategien zu ihrer Erfüllung erlernt werden, entstehen dauerhaft Konflikte.
In Gesprächskreisen für Einfühlsame Gerechtigkeit werden alle direkt und indirekt Beteiligten wieder handlungsfähig und bekommen die Möglichkeit, für ihren Teil Verantwortung zu übernehmen. Die Einzelnen und Gemeinschaften werden unterstützt, gesunde Beziehungen aufzubauen. Sie erfahren die Befriedigung, freiwillig zur Schaffung eines nachhaltigen sozialen Gleichgewichtes beizutragen.

Die Beteiligten sind in diesem Kreis gleichberechtigt, ganz gleich, welche gesellschaftliche Funktion und Rolle sie innehaben, und kommen freiwillig zusammen. In diesem Rahmen entdecken sie die menschlichen Beweggründe hinter den eigenen Aktionen und entwickeln neue Strategien zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse. Die Beteiligten vereinbaren konkrete Schritte und schaffen langfristig ein tragfähiges Netz, sowohl auf persönlicher Ebene, als auch innerhalb der Gemeinschaft. Konflikte
auf diese Weise aufgearbeitet - stabilisieren ein soziales Netz,



Der Workshop
Dominic Barter wird an zwei Tagen diese systemische Arbeit vorstellen, die er erfolgreich im brasilianischen Justiz- und Bildungssystem anwendet und als Trainer weitervermittelt. In diesem Prozess stützt er sich grundlegend auf das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. In Schulen, Organisationen, gerichtlichen Gremien, Kommunen und Strafvollzugsanstalten unterstützt diese Herangehensweise die Menschen, die von einer Aktion betroffen und voneinander getrennt sind, sich einfühlend zuzuhören und auf gemeinsame Schritte zu einigen.

Die Teilnehmenden erfahren in lebensnahen Übungen die Schlüsselkonzepte, die diesem Modell zugrunde liegen. Alle erleben in diesem Prozess, wie sich Denkmuster auflösen und menschliche Motive hinter einer schmerzlichen Entscheidung/Handlung sichtbar werden. Wirksame Strategien können gefunden werden, um aktuell wesentliche Bedürfnisse zu erfüllen.

Das praktische Erarbeiten des Modells verläuft schrittweise und wird durch Beispiele verdeutlicht, unterstützt auch durch Videoaufnahmen von realen Gesprächsrunden.
Auf die Anwendung in verschiedenen sozialen Zusammenhängen wie Bildung, Nachbarschaft oder kirchliche Gruppen, Familien, Wirtschaft und Justiz wird gezielt eingegangen. Abschließend beginnen die Teilnehmenden selbst, das Vorgehen auf ihre Gruppen und ihr eigenes Umfeld zu übertragen

Präsentation
Freitag, 14.08.2009, 19.30 – 21.30 Uhr
Konsul-Hackfeld-Haus
Birkenstr. 34, 28195 Bremen
Workshop
Samstag, 15.08.09 10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 16.08.09 9.30 – 16.00 Uhr
Lidice Haus
Weg zum Krähenberg 33a
28201 Bremen

Weitere Einzelheiten zu den Kosten, Übernachtungsmöglichkeiten, etc. werden in nächster Zeit bekannt gegeben.
Kontakt
Hinrich Lau
Fabienne Osswald
e-mail einfuehlende.Gerechtigkeit@laubremen.de

link zu einem Video mit D. Barter










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